Wissenschafts- und Kulturtagung „Minderheiten für Europa!?“ 1.-4. Oktober 2008

 

Die Außen- und Sicherheitspolitischen Studienkreise Dresden (ASS) und die Gesellschaft zur Förderung Studentischer Kultur e.V. (GFSK) veranstalten in Kooperation mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBW) vom 1. bis 4. Oktober 2008 eine Wissenschafts- und Kulturtagung unter dem Titel "Minderheiten für Europa ?!". In drei Tagesveranstaltungen und einer Exkursion soll dabei aufgezeigt werden, welchen Stellenwert Minderheiten im heutigen Europa innehaben und welchen Beitrag sie zum europäischen Einigungsprozess – vor allem in Hinblick auf sicherheitspolitische Erwägungen - beitragen können.

Grußwort des Rektors der TU Dresden, Prof. Hermann Kokenge

Dazu finden am 1. und 2. Oktober Kolloquien mit den Themen "Minderheitenschutz – ein Fundamentalelement europäischer Sicherheitspolitik?" bzw. "Traditionsbewusstsein als Motor der Europäisierung?" an der Technischen Universität Dresden statt. Der 3. Oktober wird in Hinblick auf die Verhältnisse nationaler Minderheiten im 19. Jahrhundert und während der Diktaturen des 20. Jahrhunderts am ehemaligen KZ Hohnstein unter Leitung von Militärdekan Christoph Noth (Offizierschule des Heeres) begangen. Am 4. Oktober wird – unter Leitung von Frau MdB Maria Michalk – speziell die sorbische Minderheit mit einem Kolloquium zum Thema "Sicherheitspolitische Wurzeln heutiger deutscher Politik im Hinblick auf Minderheiten im eigenen Land" im Vordergrund stehen.

Als Referenten zu dieser Tagung konnten unter anderem Frau Prof. Dr. Monica Vlad (Kanzlerin der Universität Sibiu/Hermannstadt in Rumänien), Herr Prof. Michel Mattoug (Louis-Pasteur-Université Strasbourg) und Prof. Dr. Matthias T. Vogt (Hochschule Zittau-Görlitz) gewonnen werden.

Podium Plenum Dr, Monica Vlad

Mit den Kolloquien soll die Sicherheitspolitische Relevanz von Minderheiten in Deutschland und Europa erörtert werden. Dabei soll im Vordergrund stehen, in wie weit insbesondere slawische Minderheiten in Krisenregionen sicherheitspolitische Bastionen darstellen können und auf welche Art und Weise dazu etwa die sorbische Volksgruppe gefördert und gefordert werden muss. Ebenfalls sollen bereits bestehende Vernetzungen nationaler Minderheiten aufgezeigt und deren Vertiefungs- und Ausbaumöglichkeiten erörtert werden. Dabei steht die These im Vordergrund, dass nur die Integration von nationalen Minderheiten dauerhafte Sicherheit schaffen kann. Im zweiten Kolloquium soll erörtert werden, welche Rolle studentische Initiativen und Korporationen im europäischen Einigungsprozess spielen und in wie weit ihre international vernetzten Strukturen zur Völkerverständigung und dem geistigen Austausch vor dem Hintergrund des Bologna-Prozesses beitragen können. Vor dem Hintergrund, dass die älteste noch heute existierende Korporation (Sorabia-Westfalen zu Münster) als Selbstschutzorganisation einer sorbischen Minderheit 1716 an der Universität Leipzig entstand, ist insbesondere hierbei auf die sicherheitspolitische Komponente abzustellen. Folglich soll die These erörtert werden, in wie weit im Europa der Universitäten, der Geist der Geschwisterlichkeit ein Teil der Lösung strategischer Herausforderungen sein kann. Anlässlich des Nationalfeiertages soll am ehemaligen KZ Hohnstein in der sächsischen Schweiz ein Fest-akt mit Gedenkgottesdienst durch Militärdekan Christoph Noth (OSH Dresden) stattfinden. Erinnert soll dabei vor allem an diejenigen werden, die für den Kampf um die Freiheit ihr Leben ließen, was gleichsam eben nicht nur in Konzentrationslagern wie Buchenwald und Dachau der Fall war, sondern auch in unscheinbarer und historischer Umgebung der Burg Hohenstein. Eine besondere Rolle wird dabei Alois Andritzky spielen, welcher für seinen Glauben in den Tod ging. Im Zuge des Kultur- und Bürgerforums am 4. Oktober in Bautzen wird erörtert welche Rolle konkret die sorbische Minderheit in Deutschland aus eigener Sicht spielen kann und muss. Insbesondere sollen dabei Antworten herausgearbeitet werden, auf die Frage welchen Nutzen bringt die Förderung autochthoner Minderheiten dem Staat?

Veranstaltungsflyer

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.

Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.

Feldschlößchen

Feldschlösschen AG

Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung

Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung Meißen

Oppacher Mineralquellen

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